Stadtseniorenrat Eislingen

Füreinander, miteinander – gemeinsam sind wir stark

Buch Empfehlung

Wir, Leseratten und Bücherwürmer, sind immer auf der Suche nach neuem Lesematerial. Vielleicht haben Sie gerade oder auch schon vor längerer Zeit ein Buch gelesen, dass Sie uns ans Herz legen möchten. Schreiben Sie uns darüber (an hecklingrid@gmx.de) und wir werden ihren Vorschlag hier allen zur Verfügung stellen.

Hiroko Oyamada: Das Loch

„Das Loch“ von Hiroko Oyamada erzählt die Geschichte von einer Frau, die in ein abgelegenes Dorf zieht, um dort ein neues Leben zu beginnen. In diesem Dorf entdeckt sie ein geheimnisvolles Loch, das eine seltsame Anziehungskraft auf sie ausübt. Während sie sich mit den Eigenheiten der Dorfbewohner und ihrer neuen Umgebung auseinandersetzt, wird das Loch zu einem Symbol für das Unbekannte und die Abgründe des menschlichen Daseins.
Der Roman thematisiert Isolation, die Suche nach Identität und die oft surrealen Aspekte des Alltags. Durch eine subtile und eindringliche Erzählweise schafft Oyamada eine Atmosphäre der Ungewissheit und des Unbehagens, die den Leser dazu anregt, über die Grenzen zwischen Realität und Fantasie nachzudenken.                                                                                             I.H.

 

Han Kang: Die Vegetarierin

„Die Vegetarierin“ von Han Kang erzählt die Geschichte von Yeong-hye, einer Frau, die beschließt, Vegetarierin zu werden, was in ihrer konservativen koreanischen Familie auf großes Unverständnis stößt. Ihre Entscheidung, Fleisch zu meiden, ist nicht nur eine Ernährungsumstellung, sondern wird zu einem radikalen Akt des Widerstands gegen gesellschaftliche Normen und Erwartungen. Der Roman ist in drei Teile gegliedert, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden: von Yeong-hyes Ehemann, ihrem Schwager und ihrer Schwester. Diese unterschiedlichen Blickwinkel beleuchten die Auswirkungen ihrer Entscheidung auf ihr Leben und das ihrer Angehörigen, während sich die psychologischen und emotionalen Spannungen zuspitzen. „Die Vegetarierin“ thematisiert Fragen von Identität, Freiheit und den Kampf gegen gesellschaftliche Konventionen.                                   I.H.

Rebecca Serle: In fünf Jahren.                                                                                              

 Dannie ist eine erfolgreiche Anwältin für Wirtschaftsrecht die gerade ihren Traumjob angetreten ist. Sie ist in einer festen Beziehung mit einem Mann , denn sie für den richtigen hält. Und doch träumt sie eines Nachts von einer wundervollen Begegnung  mit einem unbekannten Mann. Dieser Traum fühlt sich sehr real an und soll in etwa 5 Jahren passieren. Doch je näher dieser Zeitpunkt rückt, desto weniger glaubt sie, dass er in Erfüllung gehen kann, biss plötzlich dieser Mann vor ihr steht. Doch schlimm ist es, weil er der Freund ihrer allerbesten Freundin ist.                                                      Auch wenn, Sie, liebe Leser, glauben zu wissen wie es weiter geht, werden Sie überrascht. Ja, es geht um eine Liebesgeschichte, aber eine ganz andere als erwartet. Lesen Sie dieses Buch, es wird sich lohnen.                                                                                                                              I.H.


Fredrik Backman: Oma läßt grüßen und sagt es tut ihr leid                                                            Ein wundervolles Buch über das Loslassen und Finden, über Familie mal anders, der Wirklichkeit die zum Märchen wird. Ich hatte eine wunderschöne Zeit mit der 7 jährigen Elsa, die altklug ist und Unbekanntes immer auf Wikipedia nachliest. Ich musste herzlich über Elsas kauzige Oma lachen, die furchtbar chaotisch ist und es liebt ihre Nachbaren in den Wahnsinn zu treiben, trotzdem eine besondere Beziehung zu jedem von ihnen hat. Es ist eine warmherzige Erzählung mit viel Witz und besonderen Charakteren. Ein Vergnügen.                                                                                I.H.


Karsten Dusse: Achtsam morden                                                                                                                    Ich möchte hier ein Hörbuch empfehlen: Achtsam morden wird von Mathias Matschke gelesen und ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Geschichte so sehr amüsiert. Ein sehr gestresster Strafverteidiger, der weder zu Hause, noch in der Anwaltskanzlei große Erfolge verzeichnet, wird von seiner Frau gezwungen, ein Achsamkeits-Seminar zu besuchen. Trotz seiner anfänglichen Skepsis, trägt dieses Seminar bald Früchte. Nur anders als erwartet. Als sein einziger Mandant, ein brutaler Mafiaboss, sein Wochenende mit der Tochter stört, bringt der Anwalt ihn kurzerhand um. Doch nicht einfach so, sondern nach allen Regeln der Achtsamkeit. Eine coole Geschichte mit rabenschwarzem Humor. Ein Hörgenuss.                                                                                                        W.W.                                                

Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub                                                                                                 In einer luxuriösen Seniorenresidenz in der Grafschaft Kent, treffen sich immer Donnerstag Nachmittag vier Senioren um ungelöste Kriminalfälle der Polizei zu besprechen. Da ist Elizabeth, eine ehemalige Geheimagentin, Ron, ein ehemaliger Gewerkschaftsführer, Ibrahim, ein Psychiater und Joyce, ehemalige Krankenschwester. Und dann passiert das Unfassbare: vor der Tür der Seniorenresidenz, Coopers Chase, wird ein Mord verübt. Die vier Senioren sind gleich mit Eifer dabei. Ihre Jagd auf den Mörder gestaltet sich sehr lustig. Ich habe nicht nur den ersten Roman sehr gerne gelesen. Die Figuren sind liebevoll dargestellt und ich konnte manche ihrer Eigenarten gut nachvollziehen. Sehr, sehr nett.                                                                                           J.D.                                                                                                         

Pierre Martin: Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens
Stellen sie sich vor, sie versprechen ihrem Vater auf dessen Sterbebett, die Tradition der Familie weiterzuführen, aber überhaupt keine Lust darauf haben. So ergeht es Lucien Comte de Chacarasse. Es kommt aber noch schlimmer, denn die Chacarasse waren schon immer sehr bewannt in der Kunst des Tötens. Doch Lucien möchte lieber sein kleines Restaurant das P'tit Bouchon (der kleine Korkenzieher) führen, gut essen und sich vergnügen. Das kann er nicht mehr. Was tun, den sein Onkel droht ihm, sollte er die Aufträge nicht erfüllen, dann..... Guter Rat ist teuer, wie einen Mordauftrag erfüllen, ohne jemanden zu töten? Nur soviel sei hier verraten: es klappt. Lesen Sie diesen unterhaltsamen Kriminalroman und lassen sich an die französische Mittelmeerküste entführen. Amusez-vous.                                                                                                              I.H.